Fit werden mit Auftriebskraft

Fitness- und Krafttraining mit geringer Belastung für den Körper: Aqua-Sportarten sind ideal für Menschen, die ein paar Pfund zuviel auf den Rippen haben. Ebenso wie beim Schwimmen entlastet die Auftriebskraft des Wassers Bänder und Gelenke. Die Bewegung fällt leichter und so halten auch wenig Trainierte länger durch als beim Workout „an Land“. Außerdem kühlt das Wasser angenehm den erhitzen Körper. Denn beim Aqua-Fitness geht es heiß her. In Sachen Kalorienverbrauch bietet die Bewegung im Wasser auch noch einen weiteren Vorteil: Durch das kühle Nass ist der Körper ständig bestrebt, seine Temperatur zu halten und verbrennt damit zusätzlich Kalorien.

Aqua Aerobic – der 80er-Jahre-Trend taucht ab

In brusttiefem Wasser werden ähnliche Übungen gemacht wie in einem Aerobic-Kurs im Studio. Leg Curl, Step Touch oder Jumpin’ Jack – was auf dem Trockenen schnell und federnd voran geht, wird im Wasser bedeutend schwerer. Denn hier muss man zusätzlich zum eigenen Körpergewicht auch gegen die Kraft des Wassers ankämpfen. Durch den Wasserwiderstand wird die Muskulatur stärker gefordert und gekräftigt. Oft merkt man erst wie anstrengend das Programm war, wenn man nach 45 Minuten Workout wieder aus dem Becken steigt. Für Abwechslung sorgen Schaumstoff-Accessoires wie Schwimmbretter oder Poolnudeln. Wasserhanteln und leichte Gewichte erhöhen den Schwierigkeitsgrad für fortgeschrittene Sportler.

Federleicht fit mit Aqua-Jogging

Federleicht schwebend durch das Wasser laufen – Auftriebsgürtel machen es möglich. Ein Schaumstoffgurt auf Taillenhöhe verhindert das Untergehen. Um über Wasser zu bleiben, muss man aber trotzdem kräftig treten. Denn beim Aqua-Jogging läuft man nicht am Boden des Schwimmbeckens sondern führt die Laufbewegungen im tiefen Wasser ohne Bodenkontakt aus. So wird der Kreislauf angeregt und die Ausdauer trainiert. Dadurch kommt auch die Fettverbrennung in Schwung, die Durchblutung wird gefördert und das Gewebe kann gestrafft werden. Auch hier entlastet die Auftriebskraft den Körper, während der Wasserwiderstand ihn sanft aber ausdauernd fordert.

Auspowern beim Aqua-Cycling

Spinning-Kurse im Fitnessstudio bieten schweißtreibende Berg- und Talfahrten auf dem Indoor-Bike. Wer daran Spaß hat, findet im Aqua-Cycling eine willkommene Abwechslung. Auf dem Boden des Schwimmbeckens sind speziell für den Einsatz unter Wasser konstruierte Bikes montiert, auf denen die Kursteilnehmer Platz nehmen. Das war es dann aber auch mit Bequemlichkeit: Jetzt geht es bergauf und bergab durch individuelle Widerstandsregulierung am Rad. Aqua-Cycling fordert nicht nur die Beinmuskulatur wie herkömmliche Indoor-Cycling-Räder sondern kräftigt durch abwechslungsreiche Übungen auch Oberkörper und Arme. Spezielle Gummihandschuhe mit Schwimmhäuten zwischen den Fingern erhöhen dabei zusätzlich den Widerstand.

Fazit

Aqua-Fitness-Sportarten verbinden Ausdauer- und Krafttraining wodurch der Trainingseffekt oftmals größer ist, als bei Sportarten auf dem Trockenen. Dadurch kommt auch die Fettverbrennung stärker in Schwung. Mit einem dreiviertelstündigen Workout im Wasser lassen sich im Durchschnitt mindestens 400 Kalorien verbrennen. Außerdem wird nebenbei auch das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Diese Sportarten sind ideal für alle – Einsteiger wie Fortgeschrittene, die dynamische Bewegung mögen und Spaß am Sport in der Gruppe haben.

Wo kann man sie ausüben?

Aqua-Fitness wird bundesweit regelmäßig in vielen örtlichen Schwimmbädern angeboten. Mehr Informationen gibt es unter www.schwimmbadcheck.de. Außerdem kann man Aqua-Fitness-Kurse in der Region auch hier finden.

 

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