Sonne gegen Hunger!

Es ist Jahr für Jahr das gleiche Übel: Kaum brennen die Kerzen auf dem Adventskranz hat man ständig Heißhunger auf Süßes – und über die Wintermonate dann drei Kilogramm zugelegt! Viele Menschen klagen über diese „Winterspeckfalle“. Der Ausweg ist ganz einfach: Mehr Licht in der dunklen Jahreszeit!

Studien legen nah: Das meiste Gewicht wird gar nicht durch Festmenüs an Weihnachten zugelegt, sondern durch viele Naschereien im Vorfeld. So konnte eine Untersuchung des „The New England Journal of Medicine“ zwischen den Festtagen nur eine durchschnittliche Gewichtszunahme von 370 Gramm feststellen. Eine andere Studie besagt aber, dass 41 % der Frauen und 35 % der Männer zwischen November und Januar bis zu fünf Kilogramm zunehmen.

Wir greifen nicht nur zu dem verlockenden Weihnachtsgebäck, weil es so süß und lecker ist. Es gibt auch handfeste physiologische Gründe für den winterlichen Heißhunger und die damit einhergehende Gewichtszunahme. Tageslicht regt die Produktion des körpereigenen „Glückshormons“ Serotonin an. Wenn die Tage kürzer werden und der Körper weniger natürliches  Licht erhält, dann produziert er entsprechend weniger Serotonin. Als Folge bekommt man Heißhunger auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel. Man könnte diese Lust auch mit Kartoffeln oder Nudeln stillen. Da aber in der Vorweihnachtszeit besonders viele Süßigkeiten wie Plätzchen oder Schokolade zur Hand sind, fällt die Wahl häufig auf das kalorienreiche Naschwerk. Die zusätzliche Portion Kohlenhydrate fördert dann im Körper die Produktion von Serotonin – das Glücksgefühl stellt sich wieder ein.

Das einfachste Mittel gegen den Winter-Hunger ist also, sich so viel wie möglich im Tageslicht aufzuhalten. Es muss nicht einmal strahlender Sonnenschein sein – auch das Licht eines bedeckten Himmels wirkt! Ein Spaziergang in der Mittagspause heitert so nachweislich auf: Die gute Laune kommt durch das Serotonin zurück, der Winter-Hunger wird zurückgedrängt.

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